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10.05.2018
Sonstiges, Turniere
Landauer Mädchen bei der deutschen Meisterschaft im Schulschach 2018

Die Mädchenmannschaft der IGS Landau war durch den Rheinland-Pfalz-Meister-Titel vor einigen Wochen zum zweiten Mal in Folge für die deutsche Meisterschaft (02.-06.Mai in Berlin) qualifiziert.

Am ersten Tag waren drei Runden zu spielen. Gegen den Berliner Meister, das Heinrich-Hertz-Gymnasium, konnte man sehr gut mithalten. Leider hatten in Zeitnot die Gegnerinnen das bessere Ende für sich. Das schlussendliche 1:3 war jedoch kein Beinbruch, sondern eine Leistung, auf der man aufbauen konnte. Das Team machte dieses Pech in Runde 2 mehr als wett und schlug den Brandenburger Meister mit 4:0. Drei Runden an einem Tag waren aber wohl doch etwas zu viel, so dass im dritten Kampf gegen den Hamburger Meister in vier Partien lediglich an einem Brett ein Remis heraussprang.

Tag zwei lief u. a. krankheitsbedingt etwas unglücklich. Mit den Partien vom Vortag im Hinterkopf zog man in Runde 4 die Handbremse und gab die letzten beiden Partien Remis, was unter dem Strich gegen den Bremer Vertreter ein 2:2 ergab. In Runde 5 erwischte man einen nominell deutlich stärkeren Kontrahenten. Alles schien auf eine Überraschung (Mannschaftssieg) hinzudeuten. Leider schatte es eine der Gegnerinnen, bei 6 Sekunden Restzeit mattzusetzen. Das Resultat war ein erneutes 2:2.

Ärgerliche Spielverläufe haben wir alle schon erlebt. Man hofft, es hinter sich zu haben, und dann…

Die Vorschlussrunde hielt den Vorletzten als Gegner bereit. Die ersten beiden Partien wurden gewonnen, eine weitere stand klar auf Gewinn. Nur ist das Schlachtenglück schwer zu berechnen. Man nimmt seinem Mut zusammen und Caissa erlaubt nicht einmal ein Remis. Wieder 2:2 also. So etwas ist schwer zu verarbeiten, kommt aber leider vor. Eine solche Erfahrung hat nicht selten hre Auswirkungen. Glücklicherweise hielt das Team stand. In der Schlussrunde ging man gegen die niedersächsischen Meisterinnen u. a. per Damengewinn 2:1 in Führung. In der letzten Partie war der Zugzwang auf Seiten der Landauerinnen – 3:1 !

7:7 Punkte und Platz 15, allerdings punktgleich mit Platz 7 ! Hierzu der Coach: „Wir haben uns wahnsinnig teuer verkauft und können erhobenen Hauptes den Rückweg von Berlin ins beschauliche Landau antreten. Nur 14 Schulen in ganz Deutschland sind besser als wir. Und unsere Mädels? Unzufrieden, schließlich war doch so viel mehr drin...“

Eine gewisse Enttäuschung ist sicher nachvollziehbar. Und dennoch: was soll's, es war viel Gutes dabei. Es ist nicht einfach, das Glück zu erzwingen. Wenn man dran bleibt, wird es von selber kommen !

Lesen Sie zum Turnierverlauf auch den kompletten Bericht von Torsten Lang.


[Foto: Webseite der DSJ, zur Verfügung gestellt von der Berliner Schachjugend]